Lernen loszulassen

Meine Eltern haben meiner Schwester und mir schon immer beigebracht, dass man nach dem Spielen auch aufräumen muss, und uns regelmässig dazu aufgefordert (mit mehr oder weniger Freude unsererseits) das Zimmer aufzuräumen. Ich bin mit dem Grundgedanken aufgewachsen, dass man sehr vieles irgendwann nochmals benutzen kann. Mit nachhaltigem Blick trifft das absolut zu: vieles lässt sich upcyceln, verschenken, spenden oder man benutzt es selbst später wieder. Aber es häuft sich über die Jahre auch viel Materielles an, welches weder einen Zweck erfüllt noch Freude macht. Als ich eine Weile nach meinem zweiten Umzug festgestellt habe, dass ich mit ähnlicher Wohnfläche immer noch dieselben Dinge um mich habe wie damals als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich mich erschrocken. Und obendrauf: vieles habe ich nach Bern gezügelt ohne es jemals benutzt zu haben!

Nach einem kurzen Schockmoment kam ich zum Schluss: ich miste meine Wohnung und den Keller aus, und befreie mich von möglichst vielem was ich nicht mehr benötige. Es ist ein andauernder Prozess, und ich lerne bis heute jedes Mal etwas dazu wenn ich wieder einen Teilbereich entrümple. Seit der grossen Aktion fällt es mir viel leichter, für alles ein Platz zu finden und „Ordnung halten“ als etwas alltägliches zu betrachten. Nach Gebrauch oder spätestens 1x pro Woche stelle ich die Gegenstände wieder an ihr “Zuhause”, und schon habe ich wieder Ordnung.

Inzwischen kaufe ich sehr bewusst ein, oder wünsche mir bei Geschenken eher ein Erlebnis oder etwas praktisches anstelle von Krimskrams. Um mein Mindset zu verändern - ein fortlaufender Prozess - hat mir z. B. der “Konmari” Ansatz von Marie Kondo geholfen, oder die Dokumentation und Podcast von The Minimalists. Aber keine Angst: ich bin noch weit davon entfernt nur mit ganz wenig auszukommen. Zu gerne gestalte ich meine Wohnung schön :)

Geht es dir ähnlich wie mir? Kennst du dieses belastende Gefühl von zu vielen Besitztümern? Es muss nicht immer das grosse Chaos sein, manchmal ermüdet einen auch ein Zuviel an vermeintlich praktischen Dingen. Falls du die Fragen mit Ja beantwortet hast, kann ich dir vielleicht mit meinem Angebot als Ordnungscoach weiterhelfen. Schau doch mal vorbei, ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme.

e liebe Gruäss us Bärn,

Claudia

Zurück
Zurück

Was hat Ordnung mit Lean-Management zu tun?